Weekly Update: Stoffmesse, Winter-Sale & Gedanken

3 Wochen, 3 Messen. Berlin, Florenz, München. Hui! Das war wirklich ein aufregender Monat! Ich bin sehr dankbar für die letzten drei Wochen, ich habe sehr viele Eindrücke gesammelt und es haben sich einige schöne Chancen ergeben. Die Frühlingskollektion nimmt so langsam Gestalt an und ich entwickle neue Teile.

Stoffmesse: Munich Fabric Start

Ich gehe seit Jahren auf diese Messe. Zum ersten Mal 2010 im Rahmen des Studiums. Messen waren immer eine Qual um ehrlich zu sein. Studenten möchte keiner, sie nerven die meisten Händler, bringen kein Geld. Seit ich selbstständig bin machen Messen sehr viel Spaß. Ich sehe die großen Chancen, die sich durch neue Geschäftsbeziehungen ergeben und entdecke stets neue Stoffe. Heute weiß ich, warum wir damals auf die Messen gegangen sind und freue mich immer darauf. Tatsächlich war die Stoffmesse dieses Jahr allerdings etwas anstrengend. Ich glaube, ich war einfach auf zu vielen Messen.

Wie läuft das eigentlich ab?

Die Munich Fabric Start ist eine Händlermesse, sprich man kann nicht wie bei anderen Stoffmessen oder Märkten direkt Meterware kaufen. Sie ist für allem für große Einkäufer gedacht, die dort die Ware für die ganze Saison bestellen.

Damit sind wir auch schon beim ersten Problem. Mittlerweile bestelle ich zwar beachtliche Mengen an Stoff, aber lange nicht so viel wie andere. So liegt der Mindestbestellwert meistens bei ca. 500-1000 m. Daraus kann man ca. 5000 Stirnbänder nähen. Oder 1000 Schals. Und wir sprechen hier von einer Mindestbestellmenge pro Farbe & Qualität! Ich reagiere gerne schnell auf eure Wünsche, deshalb sind solche Bestellmengen für mich ziemlich utopisch.

Der nächste Punkt ist, dass ich meine Ansprüche an Stoff habe: Bio, nachhaltig produziert, am besten mit Zertifikat, möglichst regional angebaut. Dazu möchte ich am liebsten mit natürlichen Materialen wie Leinen, Baumwolle und Hanf oder aber mit innovativen Materialien wie Tencel, Bambus oder Modal arbeiten. 

Es fallen also 90% der Hersteller weg. Da ich ein wenig „messemüde“ war, habe ich mir nur die vielversprechensten Händler raus gesucht und ca. 15 Stände besucht. Die Musterlaschen kommen – wie auch die Muster der Garne – innerhalb der nächsten zwei Wochen bei mir an. Dann werden alle Designs erstellt, Prototypen genäht und genau überlegt, welche Stoffe ich die Endauswahl für Frühling/Sommer 2019 nehme.

Wintersale & Frühlingskollektion

Einige meiner Teile sind in den Wintersale gewandert – ihr findet alle Produkte hier. Ich braucht Platz im Lager für all die schönen neuen Stoffe und für euch ist es die Gelegenheit, vielleicht noch ein schönes Stirnband zu kaufen =)

Ab 1.3. geht die Winterkollektion aus dem Shop und die Sommerkollektion zieht ein. Es wird erstmal eine „Grundkollektion“ geben, weitere Modelle und Farben folgen dann im Laufe der Saison.

Ich plane gerade ein bisschen, in welche Richtung es gehen soll: Stirnbänder wird es auf jeden Fall in der Turbanvariante, mit Knoten, als Weavestirnband und in einer schmalen Variante geben. Bei einigen Stoffen bin ich mir schon sicher: Sommerrip, Leinen, Tencelstoff in schwarz und Bio-Baumwolljersey. Außerdem habe ich zwei schöne Prints gefunden und bin gespannt, ob sie euch auch gefallen! 

Beim Rest könnt ihr euch überraschen lassen – und natürlich täglich in der Instagramstory mit verfolgen, welche Teile gerade entstehen und vor welchen Entscheidungen ich aktuell stehe.

Persönliches

Letztes Jahr war der Januar wirklich ein sehr zäher Monat. Mein Label war noch sehr klein, die Bestellungen hielten sich in Grenzen und da ich sowieso noch sehr unsicher war, ob die Selbstständigkeit erfolgreich sein würde zehrte das an meinem Selbstbewusstsein. Deshalb hatte ich an den Januar nicht allzu große Erwartungen. Ich wurde vom Gegenteil überzeugt – weiterhin kamen super viele Bestellung rein und ich freue mich über jede Einzelne. Danke für euer Vertrauen! Ich freue mich, dass sich all die Arbeit an meinen Produkten und vor allem an mir selbst bezahlt gemacht habt und die Unsicherheiten von damals wie weggepustet sind. Heute stehe ich vor ganz neuen Herausforderungen und kann nur bestätigen: Man wächst mit seinen Aufgaben!

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